Stage 6
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German
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Listen to me, Baby!

Short thesis

Warum deutsche Medien endlich mal merken müssen, dass Podcasts die Zukunft sind – und was sie sich dafür in den USA abschauen können. Eine Audioshow.

Description

Podcasts haben sich vom Nischenphänomen zum heißen Scheiß für Medienhäuser entwickelt. Und spätestens seit dem Erfolg von Serial dürfte das auch beim Allerletzten angekommen sein. In den USA ist das auf jeden Fall so: Slate, Buzzfeed, ProPublica, The Verge, Vice, New York Magazine - sie alle bauen Audio-Teams auf, investieren in Storytelling und Produktion, gründen teilweise eigene Podcast-Netzwerke. 

Warum sie das machen? Weil Podcasts ein unglaublich tolles Medium sind. Sie sind so persönlich wie kein anderes Medium. Sie gehen direkt ins Ohr der Zuhörer, die eine Beziehung zu den Hosts ihrer Lieblingssendungen entwickeln. Das Publikum entscheidet sich bewusst dafür, genau jetzt genau diese Sendung zu hören, und ist deshalb voll mit dabei. Geschichten können ganz anders erzählt werden, es ist möglich, mit neuen Formen und Formaten zu experimentieren. Und Podcasts können auch dann gehört werden, wenn gerade keine Hand und kein Auge frei ist, um in die Zeitung, auf den Fernseher oder auf das Smartphone zu schauen: beim Spülen, Autofahren, in der U-Bahn oder wartend in der Schlange. 

Für Medienunternehmen bieten Podcasts – und Audio generell – riesige Chancen: Die Inhalte und die journalische Expertise sind ja schon da, auch für alle, die keine Radiosender sind. Mit Podcasts können Medien ihr Publikum erweitern und noch dazu eine neue Einnahmequelle generieren (was in Zeiten sinkender Printauflagen ja auch dringend nötig ist).

Und trotzdem: In Deutschland ignorieren Medienunternehmen den Audio-Trend bisher. Das muss sich ändern! Dieser Vortrag ist ein Appell: Macht Podcasts! Sie sind das neue große Ding! Und wie könnte man das besser klar machen, als mit – genau – Audio! Ein Vortrag zum Zuhören, mit den Stimmen der wichtigsten Podcast-Producer der USA, eben genau den Menschen, von denen deutsche Medienunternehmen und Journalisten noch so viel lernen können (und sollten).